Themen unserer Zeit: Weihnachten kritisch betrachtet

Themen unserer Zeit: Welt geht verloren? Kritische Gedanken zu Weihnachten

Anstösse zum Nachdenken findet Ihr gewöhnlich im aktuellen IQ-Newsletter-Artikel, heute in Form meines satirischen Weihnachtsgedichts. Das ist sicher nicht jedermanns/fraus Sache, zumal es sowohl unser beliebtestes Weihnachtslied verballhornt und obendrein auch noch die Deutschlandhymne verschleißt. Solche Verschlimmbesserungen sind die Domäne satirischer Texte. Also, nichts für ungut und noch einmal zur Betonung: Die christliche Weihnachtsbotschaft ist mir heilig, so wie jede Verheißung einer menschenwürdigen und Frieden stiftenden Religion oder Glaubensgemeinschaft. Ich meine aber, gerade zu Weihnachten sind Besinnung und Einhalt geboten! Das Gedicht trifft den Nerv der westlichen Welt mit den Fragen: Welt geht verloren? - Ist unsere Feier zu bunt und heiter? Viele Farben mischen oder beißen sich am politischen Horizont. Die demokratischen Parteien beschreiben in ihren Schwerpunkten gültige Werte: Christlich, sozial, liberal, wirtschaftlich und gerecht mit den dazugehörigen ethischen Themen und staatlichen Verantwortlichkeiten wie zum Beispiel: Umweltschutz, Bildung, Sicherheit, Weltfrieden... Wieso zum Teufel sind die etablierten Parteien und führenden Menschen so uneinig? 

Eine Lösung bringt vielleicht die Zeile, die nach dem christlichen Glauben sehr ernst zu nehmen ist: "Christ ist erschienen, uns zu versühnen". Im Wort "versühnen" finde ich nicht nur das Versprechen einer grundsätzlichen Sühne, einer Buße, eines Friedensschlusses und als Folge davon die Erlösung von Schuld, sondern auch das Angebot und das Gebot zur "Versöhnung". Alle haben teil daran und sind gemeint, Schwarze und Gelbe und Rote und Weiße; Christen, Muslime. Juden und Andersgläubige, Männer, Frauen und Andere; Kinder, Alte, Gesunde, Elende, Arme und Reiche usw. In diesem Sinn: Schalom Euch allen zu Weihnachten! Salem Aleikum! Friede sei mit Euch!

IQ Weihnachtsgedicht 

O du mächtige, O du prächtige,
umsatzträchtige Weihnachtszeit!
Und mit den Armen, Gott hab Erbarmen!
Freue dich, o Christenheit!

O schwarz Christpartei! O Gelb, mach‘ uns frei - 
Brüder teilen mit Herz und Hand?
Grün geht verloren! Heil den Motoren!
Einig deutsches Wohlstandsland!

O du Einigkeit, Recht und Freieheit,
gnadenbringendes  Unterpfand!
Gott ist erschienen, uns zu versühnen:
Wende, deutsches Vaterland!

Das ist „Sophine“ von IQ-Konzepte

Das ist Sophine von IQ Konzepte

So etwa stelle ich mir Sophine vor. Jeder mag sich ein eigenes Bild von ihr machen. Wie gesagt: Sophine ist eine Erfindung, ein Ideal oder Idol, eine Kunstfigur, ein Phantasiewesen, ein Avatar... Ich wäre gern genau so wie Sophine und bin doch weit davon entfernt, so weise und souverän, so integer und unversehrt, so authentisch und glaubwürdig zu sein. Mit Sophine geht es mir wie mit den Sternen: Ich erreiche sie nicht, aber ich kann mich an ihnen orientieren.

Sophine gehört keiner Partei und keiner spirituellen, politischen, ideologischen oder irgendwie gearteten Bewegung an. Sie unterstützt gern jedes Bemühen um Verständigung und will beitragen zur Förderung von Ideen, die Umwelt und Leben schützen und friedfertig gestalten. 
Das IQ-Konzept Sophine gliedert sich in vier große Fachbereiche:

Sophine ist eine Erfindung, eine Idee. Das Konzept Sophine macht das Wesen der Interaktionen, der Beziehungen zwischen Menschen transparent, will es verkörpern und beseelen. Sophine behauptet: Menschen verändern sich durch Beziehungen. Beziehungen - private und berufliche - sind heilsam oder schädlich.

Wo und wann immer zwei oder mehrere Menschen sich begegnen, geschehen wundersame, manchmal heimliche und manchmal unheimliche Dinge.

Sophine weiß, dass sie niemanden belehren kann. Sie will durch ihre eigene Haltung im anderen den Arzt, den Lehrer, den Meister, die Fürsorge für andere und die Sorge für sich selbst stützen und fördern. Auf ihre Art.

Jeder mag sich Sophine äußerlich vorstellen, wie es ihm beliebt.

Einige Dinge aber gehören unveränderbar zu Sophines Wesen, sind die Idee ihrer Erfinderin: Sophine hat von ihr ihren Namen zu Recht und mit Bedacht bekommen: Der Name steht für "Sophia", für Weisheit und er beinhaltet eine lebenserleichternde Eigenschaft: den Humor! Jemand, der mit Sophine kommuniziert wird unweigerlich davon angesteckt.

Sophine ist überaus ernst zu nehmen. Sie hat gleichzeitig eine Träne im Auge und ein Lächeln in den Mundwinkeln.

Wie alle IQ Konzepte ist Sophine ganz und gar lebensbejahend und gegen jede Form von Gewalt.

Lebe deinen Traum und chill your base!

Lebe deinen Traum!

Sophine macht Mut. Sie fordert euch auf, eure Träume zu verwirklichen und Pläne anzupacken. Darüberhinaus steht Sophine an der Seite der Mutigen, die nicht aufhören, Fragen zu stellen und Lösungen zu suchen, an der Seite der Glücklichen, die ihr Glück teilen wollen – ihr wisst ja: geteiltes Glück ist doppeltes Glück, an der Seite der Zweifelnden und Verzweifelnden, die gehört und gesehen werden wollen – an der Seite der Leidenden und Trauernden, denn geteilten Leid ist halbes Leid. Sophine ist etwas für die Gläubigen, die Ungläubigen und die Andersgläubigen, damit sie sich begegnen können. Sophine führt Menschen in Ausnahmesituationen durch Trauer und Einsamkeit. Der Weg führt über die Lebensbrücke. 

Trauerbegleitung: Zurück ins Licht des Lebens

Trauerbegleitung auf dem Weg durch die Dunkelheit

Wenn da einer vorausgeht auf die andere Seite des Weges – wo immer das sein mag – so ist das ein Abschied, ein Verlust und auch ein Schmerz, denn es bedarf der Mühe und Anstrengung zu akzeptieren, dass sich da etwas verwandelt hat, dass etwas abgerissen ist aus meinem Leben, etwas, das ich wiederfinden und einordnen muss in meine eigene Lebensgeschichte, dem ich einen Platz zuweisen und es verankern muss in meiner Erinnerung. Ich suche all die Stationen noch einmal auf, die ich gemeinsam mit dem oder der Verstorbenen gegangen bin, suche die Begegnungen und gemeinsamen Erlebnisse und Erfahrungen in der Erinnerung und im eigenen Herzen: die Höhen und Tiefen, die wir miteinander durchlebt haben, die Freude und das Leid, das wir geteilt haben, das Verbindende und auch das Trennende. Diesen Prozess nennen die Menschen Trauern.   
In den Zeiten der Trauer sind Menschen häufig Zweifelnde und Verzweifelnde, Verlorene und Suchende, Verlassene und Einsame. Trauer ist wichtig, notwendig und wertvoll – und sehr, sehr schwer! Und sie braucht Zeit. Der Weg durch die Trauer ist manchmal auch einsam.  Man muss ihn gehen! 
Die Erinnerung findet das Verlorene und fügt die Fäden wieder aneinander, die abgerissen waren.
Man muss das Land der Vergangenheit erwandern,hin und her, bis der Gang über die Brücke auf einen neuen Weg führt.“ (Jörg Zink)
Dazu ist sie da, die Trauer, in der viele Tränen geweint und ein ganzer Pool von widersprüchlichsten Gefühlen durchlebt werden will. 
Alle Gefühle haben ihre Berechtigung, wollen gefühlt und willkommen sein – die dunkleren brauchen einen besonders großen Resonanzkasten – wenn sie verdrängt und verleugnet werden, so bereiten sie Kopfschmerzen oder Magengeschwüre  oder Rückenbeschwerden.
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Die Not der Pflegenden

Das bewegt mich:

Es war im Jahr 1989, als ich von einem Seniorenheim – es war ein wirklich gutes Haus mit erstklassigem Ruf – als Pflegedienstleiterin angeworben wurde. Eigentlich kam ich aus der Krankenpflege. Es war mir aber eine Ehre, dass ich gerufen wurde und es war gut.

Dies fiel mir auf – noch intensiver und erschütternder als in der Krankenpflege:   Ich vermisste bei den meisten Pflegekräften jene Art von Esprit, die jede Arbeit zu einer persönlichen Erfüllung werden lässt. Meine Mitarbeiterinnen litten offensichtlich unter manchen politisch wenig realitätsbezogenen Rahmenbedingungen, die es ihnen erschwerten, ihre Arbeit so zu verrichten, wie sie es in einer anspruchsvollen Ausbildung gelernt hatten und wie es erforderlich und passend gewesen wäre.  

Wir könnten es ändern!

Flashmob:   Pflege in Not!

Die Altenpflegerinnen arbeiteten fleißig, gewissenhaft und sorgfältig, hatten das Herz auf dem richtigen Fleck und waren über die Maßen einsatzbereit und willig. Gleichzeitig zeigten viele von ihnen deutliche Zeichen der Überforderung, der Hoffnungslosigkeit oder gar des Burnouts. Was mich nicht wirklich wunderte. Vieles war bereits damals „in der Pflege“ nicht in Ordnung. Man sprach vom Pflegenotstand, von einem dringend nötigen Paradigmenwechsel hin zum ganzheitlichen Pflegeverständnis… Inzwischen sind etwa 28 Jahre vergangen!  Die Situation der Pflege in Kliniken und Einrichtungen der Altenhilfe hat sich dramatisch verschärft, trotz oder vielleicht auch mit Hilfe des Pflegeversicherungsgesetzes, das zum 1.Januar 1995 (SGB XI) in Kraft trat, trotz vielfältiger Maßnahmen zur Qualitätssicherung, trotz Zertifizierungen und trotz des ständigen Druckes von MDK, Aufsichtsbehörden und Qualitätsprüfern, trotz unendlicher Mühe bei übergroßer Zeitnot auch noch den unbedingt erforderlichen Dokumentationspflichten nachzukommen.

Man weiß das. Man redet darüber. Man will es ändern. Ich bin in den vergangenen Jahren seit damals manchmal fast verzweifelt, weil ich zuschauen muss, wie ein überaus wichtiger Berufszweig immer tiefer ins Abseits, in die Resignation und damit in eine Starre gerät – und wie parallel dazu das Leid von Patienten wegen mangelhafter Pflege sich ständig vergrößert. In jedem meiner Handouts (Seminarunterlagen) bei Pflegeseminaren bringe ich den Satz unter: „Wer heute ins Krankenhaus muss oder in einer Einrichtung der Altenpflege untergebracht wird und der sich nicht mehr selbst verständigen kann und der niemanden hat, der für ihn spricht, der ist verraten und verkauft!“

Wir leben in einem der reichsten Staaten auf unserem Planeten!

Selbst die Pflegestärkungsgesetze (PSG I ab 01.01.2015, PSG II und III ab Januar 2017) ändern die Not der Pflegenden nicht, selbst wenn sie für die Pflegebedürftigen einen angemesseneren Leistungsanspruch bewirken.

Für mich ergeben sich folgende Fragen:

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